Natur Tipp

Macht mit: Großeinsatz für die Grinden!

Nationalpark Schwarzwald Magazin, Großeinsatz Grindenfreihaltung, Bild: Carmen Richter

Am Samstag, 30. September, hofft der Nationalpark Schwarzwald wieder auf eure Unterstützung! „Es ist uns sehr wichtig, die Grinden, die eine absolute Besonderheit unseres Nationalparks und wertvoller Lebensraum für viele seltene Arten sind, zu pflegen und zu erhalten“, sagt Nationalparkleiter Wolfgang Schlund. „Und dabei können wir jede helfende Hand gebrauchen.“

Großeinsatz mit Tradition: Bereits seit den 60er-Jahren greifen Freiwillige einmal im Jahr zu Heckenscheren und schweren Sägen.

Treffpunkt in diesem Jahr ist der Parkplatz Schwarze Lache an der B 500 in der Nähe der Zuflucht. Los geht es dort um 13.30 Uhr. Am besten bringt ihr eigene Handsägen, Astscheren und Arbeitshandschuhe mit. Da auch größere Bäume gefällt werden sollen, werden auch Motorsägen benötigt – wer eine hat, bitte einpacken. (Allerdings darf nur sägen, wer auch den Motorsägeschein und die entsprechende Schutzkleidung mitbringt!)

Schliffkopfaktion

  • Wann? 30. September, 13.30 Uhr
  • Wo? Treffpunkt ist der Parkplatz Schwarze Lache
  • Sonst noch was? Bei unsicherer Wetterlage ruft bitte am Samstag, 30. September, ab 9.30 Uhr im Nationalparkzentrum Ruhestein an. Tel.: +49 7449 92998-444. Hier erfahrt ihr, ob die Pflegeaktion stattfinden kann

Hintergrund

Schon im 14. Jahrhundert wurden die Hochlagen von den Bauern aus den Talgemeinden gerodet und mit Hinterwälder Rindern und Ziegen beweidet. Als die Beweidung Ende des 19. Jahrhunderts und auch die Mahd nach dem Zweiten Weltkrieg zum Erliegen kam, halfen freiwillige Helfer von Bergwacht, Schwarzwaldverein und anderen Organisationen, die Grinden offen zu halten.

Früher haben die Grinden übrigens eine deutlich größere Fläche im heutigen Nationalparkgebiet eingenommen: Waren einst über 2.000 Hektar der Schwarzwaldgipfel waldfrei, so sind es heute nur noch rund 200 Hektar. Die mit Latschenkiefern, Beersträuchern, Heidekraut und Pfeifengras bewachsenen Flächen bieten Lebensraum für seltene Arten wie Auerhühner, Baumpieper, Alpine Gebirgsschrecken oder Kreuzottern.

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