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Glitzernde Pracht, akrobatische Flugkunst: Libellen

Nationalpark Schwarzwald Magazin, Libelle, Zweigestreifte Quelljungfer, Bild: Walter Finkbeiner
Zweigestreifte Quelljungfer: Charakteristische Libellenart für kleine Rinnsale und Bachläufe im Gebiet des Nationalparks

Wunderschön und gefährlich

Habt ihr auch schon mal an einem Teich gesessen und das wuselnde Leben dort beobachtet? Und dann, gerade als ihr so versunken über die Wasseroberfläche geschaut habt, zischte plötzlich eine an euch vorbei? So ein Riesentier, schillernd, bunt, im Zick-Zack über den Teich dahin schießend? Ja, ihr wisst schon, was gemeint ist: eine Libelle, das vielleicht gefürchtetste Insekt bei allen anderen Teichbewohnern. Denn Libellen sind Jäger. Und was für welche. Pfeilschnell und wendig entkommt ihnen so schnell kein anderes Fluginsekt. Und ihre Larven, die im Wasser leben, sind auch für Kaulquappen gefährlich.

Gut für uns, dass wir nicht in ihr Beuteschema passen. 😉

Nationalpark Schwarzwald Magazin, Libelle, Alpen-Smaragdlibelle, Bild: Franz-Josef Schiel, INULA
Alpen-Smaragdlibelle: Vom Aussterben bedroht und im Nationalpark Schwarzwald heimisch

Für uns Menschen sind Libellen vor allem eines: ein Hingucker. Und selbst im rauen Klima des Nationalparks Schwarzwald gibt es eine beachtliche Vielfalt von ihnen an den zahlreichen Seen, Mooren und Tümpeln. Unter ihnen auch vom Aussterben bedrohte Arten, wie die Alpen-Smaragdlibelle, für die der Nationalpark ein wichtiger, da geschützter Lebensraum ist. Auch die sechs hier vorkommenden Moor-Arten stehen auf der Roten Liste Baden-Württembergs: Speer-Azurjungfer, Torf-Mosaikjungfer, Hochmoor-Mosaikjungfer, Alpen-Smaragdlibelle, Kleine Moosjungfer und Schwarze Heidelibelle.

Insgesamt weist der Nationalpark die stolze Anzahl von 25 Arten auf, die sich hier oben in den Höhenlagen des Nordschwarzwaldes wohl genug fühlen.

„Libellen sind ein wichtiger Indikator für die Qualität der Gewässer und Feuchtgebiete“ erklärt Marc Förschler, Leiter des Fachbereichs für Ökologisches Monitoring, Forschung und Artenschutz im Nationalpark. Und auch deshalb werden die Libellen des Nationalparks von den Forschern genauestens beobachtet. Wenn ihr euch auf die Suche machen wollt nach den akrobatischen Trägern solch schillernder Namen wie Azurjungfer oder Smaragdlibelle, dann geht mit Nationalpark-Ranger Wolfram Hessner auf eine spannende Exkursion:

  • Wann? Dienstag, 18. Juli 2017, 14 – 16 Uhr
  • Wo? Treffpunkt ist am Parkplatz Zuflucht (L 92)
  • Wer? Interessierte ab 8 Jahren
  • Kosten? 2,- Euro (für das Skript)
  • Anmeldung? Ja, unbedingt. Bis zum 17. Juli, 16 Uhr, per Telefon unter der Nummer +49 7449 92998-444. Oder per E-Mail.
  • Sonst noch was? Da Libellen zuverlässig nur an angenehmen Sommertagen fliegen, findet die Führung natürlich auch nur bei sonnigem Wetter statt.

Hintergrundinfo

Die wärmeliebenden Libellen leben als Larven und auch als ausgewachsene Insekten räuberisch. Die Larven vergraben sich entweder im Gewässerschlamm oder verstecken sich zwischen Wasserpflanzen und lauern auf Wasserinsekten, Würmer, Kaulquappen oder auch Kleinkrebse. Ausgewachsene Libellen verfolgen ihre Beute im Flug. Sie haben es auf Insekten aller Art abgesehen. Sowohl bei den Larven als auch bei den fertigen Libellen ist Kannibalismus keine Seltenheit: Kleinere Artgenossen und verwandte Arten gehören ebenfalls zu ihrem Beutespektrum.

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