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Wie aus einem Rossstall ein Kleinod wird

WIE AUS EINEM ROSSSTALL EIN KLEINOD WIRD

Finanzministerin Edith Sitzmann hat es im November des vergangenen Jahres treffend beschrieben: „Der Nationalpark Schwarzwald erstreckt sich über zwei Teilgebiete, deshalb sehen wir zwei Anlaufstellen für Gäste vor.“ Die eine ist das im Oktober fertig gestellte große Nationalparkzentrum am Ruhestein, die andere ein wesentlich kleineres, aber schmuckes Gebäude in Herrenwies. Dort wird ein denkmalgeschützter ehemaliger Rossstall umgebaut. Ursula Pütz, die gemeinsam mit Friederike Scharfe für die Ausstellung im Nationalparkzentrum verantwortlich zeichnet, hat auch für Herrenwies die Federführung übernommen und sagt im Hinblick auf die für Herbst 2022 geplante Umbauvollendung: „Das wird ein echtes Kleinod.“

1,75 Millionen Euro investiert das Land, um auch im nördlichen Teil des Nationalparks eine Anlaufstelle zu schaffen.

…bleibt klein und wird schmuck mit 270 qm Ausstellungsfläche

Sitzmann nennt es das „Nationalparkhaus“, in dem „spannende Einblicke in das Leben im Schwarzwald“ gezeigt werden sollen. Pütz wird konkreter: „In einer Dauerausstellung wird das Wechselspiel zwischen Wildnis und menschlicher Nutzung thematisiert. Es ist also ein Ausflug in die Kulturgeschichte der Region, der offenlegen soll, wie der Mensch die Landschaft geprägt hat.“ Darüber hinaus befasst sich das Ausstellungsteam des Nationalparks mit der Auswanderbewegung Mitte des 19. Jahrhunderts, von der auch Familien in der ehemaligen Waldkolonie Herrenwies betroffen waren. Auch Franz Untersteller, Umweltminister im letzten Kabinett Kretschmann, schwärmte, als die Pläne im Land abgesegnet waren: „Im Nationalparkhaus stellen wir die Geschichte des Schwarzwalds und seiner Menschen in den Mittelpunkt – da entsteht eine Fundgrube für alle, die sich für Natur, Heimat und den Schwarzwald interessieren.“

Mit dem im März begonnenen Umbau entstehen auf zwei Stockwerken rund 270 Quadratmeter Fläche für Ausstellungen, Besucherinformation und Seminare. Zudem sollen die Außenanlagen rund um das Gebäude neu gestaltet und barrierefrei zugänglich werden. Die Wärmeversorgung, so die Planer des Landesbetriebs Vermögen und Bau aus Pforzheim, erfolgt durch Holzpellets, also durch erneuerbare Energieträger. Für Elektroautos und Pedelecs sollen Elektro-Ladesäulen vorgerüstet werden. Jürgen Wünsche

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